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Die Situation in Katalonien wegen der Unabhängigkeitsbestrebung

Was ist passiert in Katalonien?

In Katalonien wurde am 1.10.2017 ein Referendum zur katalanischen Unabhängigkeit durchgeführt. Die Zentralregierung und das spanische Verfassungsgericht hatten diese Abstimmung als illegal bezeichnet und verboten. Von der Polizei wurden Wählerinnen und Wähler, die friedlich ihre Stimme abgeben wollten, an einigen Wahllokalen - teilweise gewaltsam - daran gehindert. Laut katalanischer Regierung gab es über 800 Verletzte auf Seiten der Wählenden - wenn diese Zahl auch angezweifelt werden kann - aber auch 45 verletzte Polizisten.

Am 3.10.2017 gab es in Barcelona einen Generalstreik und mehr als 300.000 Menschen (Befürworter wie Gegner einer Unabhängigkeit) demonstrierten friedlich gegen die Gewalt seitens der Polizei.

Die katalanische Regierung will die Unabhängigkeit erklären, hat aber auch die Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. Die spanische Regierung hat sich zwischenzeitlich für die Polizeigewalt entschuldigt.

Am 10. Oktober hält der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont eine Rede vor dem katalanischen Parlament, in dem er erklärt, dass der Weg zur Unabhängigkeit nur über den Dialog gehe. Die Abstimmung des Parlaments über die Unabhängigkeit wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Mit der Rede am 10. Oktober erklärt Puigdemont, dass ein Weg des Dialogs beschritten werden soll und dass Ängste vor Chaos und Gewalt unbegründet seien. Ein Ultimatum seitens der Zentralregierung, sich eindeutig zu erklären, verstreicht. Die Zentralregierung kann die Verwaltung übernehmen.

Barcelona ist sicher!

Die Unabhängigkeit ist in Bars und Cafés natürlich Gesprächsthema Nummer eins. Nach den letzten Umfragen ist eine Mehrheit der Katalanen gegen eine Unabhängigkeit der autonomen Region Katalonien, auch wenn beim Referendum die meisten dafür gestimmt haben (die wenigsten Gegner sind zu der Abstimmung gegangen).

Leider wird die Lage in den Medien dramatischer dargestellt, als sie in Wirklichkeit ist. Es gibt keinen Grund, sich in Barcelona unsicher zu fühlen oder eine Reise nicht anzutreten.

Hier in Barcelona ist das ganz normale Leben wieder eingekehrt, auf den Straßen herrscht der alltägliche Trubel, die Menschen gehen ihrer Arbeit nach. Es gibt immer mal wieder kleinere Demonstrationen, die aber alle friedlich ablaufen, wie man es eigentlich aus Barcelona gewohnt ist. In den Stadtteilen ist es friedlich und ruhig (vom Straßenlärm abgesehen ...).

In friedlichen Demonstrationen werden die Politiker aufgefordert, miteinander zu reden und zu verhandeln.

Pressemeldungen von drohendem Chaos oder gar "Bürgerkrieg" sind absoluter Blödsinn und eher der Auflage/Klickzahl geschuldet und hat mit seriöser Berichtserstattung nichts zu tun.

Die Vertreterin Kataloniens in Berlin zur Lage: "Die Unabhängigkeitsbewegung existiert in der Form seit sieben Jahren. In dieser Zeit wurde nicht ein einziger Papierkorb angezündet. Die Unabhängigkeitsbewegung ist pazifistischer Überzeugung."


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